— Genussfreunde – Ahoi!

Der Lenz ist da!

Ei, wie jauchzte Veronika heute Morgen vor Freude, als sie auf dem Markt den ersten frischen, einheimischen Spargel erblickte.

Das warme Wetter in der letzten Woche hat die Dämme genügend aufgewärmt, so dass die Spargeln – trotz der aktuell kühleren Temperaturen – gut gewachsen sind. Noch ist der Spargel rar und wird fast in Gold aufgewogen. Bloss ein einziger Stand bot eine begrenzte Menge an weissem Spargel zum Kauf an. Grüner oder violetter Spargel fehlten noch völlig. Steigen die Temperaturen noch ein wenig, dann sind die Chancen intakt, dass ab Anfangs Mai bis Mitte Juni der Spargel einen fixen Bestandteil der Gemüseauswahl auf dem Markt bildet.

Der Spargel ist ein Liliengewächs und wird bereits seit Jahrhunderten als Edelgemüse kultiviert. Der weisse Spargel, auch Bleichspargel genannt, wächst ohne Lichteinfluss im Erddamm und wird gestochen. Der grüne Spargel ist dieselbe Pflanze, wächst jedoch oberirdisch. Der Lichteinfluss sorgt für die grüne Farbe. Beim violetten Spargel handelt es sich um eine spezielle Züchtung neueren Datums. Diese enthält keine Bitterstoffe. Deshalb eignet sich der Violette hervorragend zum Rohessen, zum Beispiel in einem Salat. Der Anbau von Spargel ist sehr aufwändig, benötigt viele manuelle Schritte, gelingt nur im Freiland und bis zur ersten Ernte dauert es drei Jahre. Spargel ist übrigens das am häufigsten angebaute Freilandgemüse in Deutschland.

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